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Psycho Dad



Al's favorite television series, the fictional Psycho Dad, was a source of joy and entertainment that Al seemingly, at times, wanted to emulate. He would hum the words to the theme song, and pretend to "shoot" his fictional gun while watching the show. Much like Al, "Psycho Dad" was tormented by his family, and was stated to kill his wife and get revenge on his children in the opening credits and during various fictional "airings" of the episode, though no video was ever shown. His other joys were Westerns, often John Wayne films, most notably "Hondo".

{Wikipedia.org}
6.4.09 14:49




BEGINN DES ZWANZIGSTEN BUCHES: Aus meinem Erzählen kann kein neues Wissen geschöpft werden.

Ich will sogar, dass mein Schmerz auch anderen zugefügt wird. Ich will, dass niemand davon kommt.







{Quelle Foto: "American Psycho", Lions Gate Entertainment 2000}
4.4.09 15:30


Lost Time (Mittelos)


Folgende Situation: Seit genau 30 Tagen schiebe ich eine Hausarbeit vor mir her, die morgen abgegeben wird. Das ist Fakt. Ich werde morgen da sein, die Arbeit wird die geforderten 12 Seiten lang sein, es werden alle formellen Vorlagen erfüllt sein.

Aber jetzt, 24 Stunden vorher, existiert die Arbeit noch nicht. Sie ist ein geöffnetes Word-Dokument, in dem ich einige Fragen notiert hatte, die ich mich gefragt habe - und das soll was heißen, denn ich habe keine Ahnung von dem Thema, außer einem Referat, das ich vor 5 Monaten gehalten habe, und bei dem ich so dermaßen versagt habe dass ich zum Schluss nicht mehr aufhören konnte, zu kichern.
Danach hatte mich der Dozent zu sich bestellt, und gab mir väterliche Ratschläge. Ich liebte den Dozenten, denn er war ein langer Kerl, der dermaßen dürr war, dass er aussah wie eine Figur aus der Sesamstraße. So ein Westernhagen-Typ. Er erinnerte mich an meinen Patenonkel, der begeisterter Rennradfahrer ist (und ich liebe diesen Patenonkel, weil ich schon mein ganzes Leben seinen Stil bewundert habe).
Und ich sagte, Ja, natürlich, das Referat war scheiße! Ich sagte, die Darbietung die ich da abgeliefert hätte wäre einfach lächerlich gewesen. Ich war zu der Zeit gesundheitlich nicht auf der Höhe, die Woche davor hatte ich nur auf dem Rücken gelegen und Rotz produziert. Ich sagte, ich sei absolut seiner Meinung, dass meine Arbeit echt der allerletzte Scheiß war, während er sich beinahe zerriss, um mir begreiflich zu machen, dass er doch garnicht so schlecht von meinem Referat denken würde, sondern nur die Verwendung einer Leitfrage gerne gesehen hätte.

Leitfrage. Es gibt die vier aristothelischen Leitfragen, es gibt die 4 Grundkräfte der Physik, es gibt die Cerano-Fränkelschen Axiome der Mathematik (das sind glaub ich auch vier), und anscheinend gibt es auch die Leitfrage der Geschichtsreferate.

Und oh mein Gott, was habe ich mir für eine Leitfrage für meine Arbeit gesucht! Und es ist nicht so, dass ich die letzten Tage faul gewesen wäre, oh nein. Ich habe kiloweise Bücher nach hause geschleppt, habe hunderte von Seiten ausgedruckt, habe Vorbereitungen getroffen, um mich einen ganzen Sonntag lang von der Realität zurück zu ziehen und EINS zu werden mit diesem Thema, es einen Tag lang zu verinnerlichen und dann das zu tun, was getan werden muss.

Denn wie gesagt, diese Arbeit wird morgen abgegeben werden. Graham Greene hat mal gesagt, "Du kannst nicht existieren, wenn du nicht die Macht besitzt deine Zukunft zu ändern", aber ich nenn das Bullshit. Man kann nicht die Zukunft verändern.

Also sitz ich hier und fasse die Situation noch einmal gekonnt zusammen, ziehe eine Moral daraus und predige ein wenig. Das hat ebenfalls praktische Erwägungen: Zum einen kann ich mich schon mal an die neue Laptop-Tastatur gewöhnen (und ich habe da echt Training nötig, jeder der mal "Naked Lunch" gesehen hat weiß, welch hinterfotzige Biester Tastaturen sein können!), zum anderen kann ich so die richtige Musik zum tippen solch langer und gestaffelter Sätze ausprobieren - derzeit "The Fragile", was gut ist, da die Absätze so im Tempo und in der Geschwindigkeit variieren und Änderungen in der generellen Stimmung praktisch vorprogrammiert sind.

Was mich an der Hausarbeit stört: (1) Das Thema wurde mir zugelost, ich wollte über Indianer schreiben, (2) es ist das langweiligste Detail eines recht interessanten Ereignisses, (3) es hat mit Journalismus zu tun, wie es ihn seit 200 Jahren nicht mehr gibt.

Aber was solls. Ich werde jetzt was frühstücken, und endlich versuchen herauszufinden, wieviel Uhr wir tatsächlich haben.
29.3.09 16:12


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